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***Nimm den Mund nicht so voll.***


Hältst du meinen Anblick wirklich aus?

Wie viel traust du dich?

Wie viel von meiner Geschichte kannst du ertragen?

Willst du wirklich wissen, wie es war?

Willst du wirklich wissen, was ich weiß?

Willst du wirklich wissen, wie es für mich war?

Willst du sehen, was es aus mir gemacht hat

Willst du mich wirklich sehen?

Erträgst du meinen Anblick länger als einen kurzen Moment?

Nimm den Mund nicht so voll.



Definition "Sexueller Missbrauch":


Missbraucht ein Erwachsener ein Kind sexuell, so benutzt er die Liebe, die Abhängigkeit oder das Vertrauen für seine sexuellen Bedürfnisse - und setzt sein Bedürfnis nach Unterwerfung, Macht oder Nähe mit Gewalt durch. Er gefährdet die Lebens- und Entwicklungsgrundlage und schädigt die Seele des Kindes.






Folgen


Adoleszenz (13 bis 18 Jahre)

Gefühlsebene:


Wut, Scham

Schuldgefühle

sich betrogen fühlen, Misstrauen


Verhaltensebene:


selbstdestruktives Verhalten, Drogenkonsum

Selbstmordversuche

von zu Hause weglaufen

aggressives Verhalten, Ausbeuten anderer

übernehmen der Opferrolle

vermeiden von körperlicher und emotionaler Intimität



Spätfolgen



Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung:

Die menschliche Psyche hat die Aufgabe, uns vor seelischer Überforderung in und nach Extrembelastungen zu schützen.

Verschiedene Schutzmechanismen führen dazu, dass wir nicht nur die Situationen selber psychisch überleben, sondern dass wir auch danach weiter funktionieren können.

In vielen traumarisierenden Situationen muss unser Gehirn in sehr kurzer Zeit sehr viele unterschiedliche und stark angstbesetzte Eindrücke aufnehmen. Da unsere Verarbeitungskapazität begrenzt ist, kann vieles dabei nur aufgenommen, aber nicht verarbeitet, d.h. bewertet, sortiert und in die sonstigen Erfahrungsbereiche integriert werden. Zusätzlich ist die Bedeutung dieser Eindrücke, Bilder und Handlungen für uns viel zu schlimm, als dass wir sie im Moment des Geschehens begreifen dürften.



Das Traumagedächtnis:


Für diese Informationen steht deshalb ein "spezieller Speicher", das "Traumagedächtnis" zur Verfügung, das von unserem "Alltagsgedächtnis", sehr verschieden funktioniert. So können wir uns an Inhalte, die im "Traumagedächtnis" gespeichert sind, beispielsweise nicht gewollt erinnern, sondern bestimmte Auslöser (Gerüche, Bilder, Töne usw.), die denen während der Extrembelastung ähneln, rufen in uns die Eindrücke von damals wieder wach. Diese fühlen sich dann sehr gegenwärtig an, da unser Gehirn nichts davon weiß, dass die Gefahr bereits vorüber ist. Vertrauen und der Glaube an die eigene Kontrolle bzgl. der eigenen Person und der Welt sind beeinträchtigt. Außerdem werden alle Reize im "Traumagedächtnis" nicht als zusammenhängende Geschichte, sondern als Sammlung einzelner, unverbundener Sinneswahrnehmungen (Gesehenes, Gefühltes, Getanes, Gehörtes, Gerochenes) gespeichert.


Das wesentlichste Merkmal stellt das ungewollte Wiedererleben von Aspekten des Traumas dar.

Das traumatische Ereignis wird beharrlich wiedererlebt.
Anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung durch aufdringliche Nachhallerinnerungen (Flash-backs), lebendige Erinnerungen, sich wiederholende Träume oder durch innere Bedrängnis in Situationen, die der Belastung ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen. Es treten dieselben sinnlichen Eindrücke z.B. bestimmte Bilder, Geräusche, Geschmacksempfindungen, Körperwahrnehmungen sowie gefühlsmäßigen und körperlichen Reaktionsweisen auf wie zum Zeitpunkt der traumatischen Erfahrung.

Die emotionale Befindlichkeit kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein, ist jedoch gewöhnlich charakterisiert durch eine Mischung von panischer Angst, großer Traurigkeit, intensivem Ärger, emotionaler Taubheit und starken Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen und Schamgefühlen.


Die posttraumatische Belastungsstörung ist um so ausgeprägter,

je größer die eigene Gefährdung und Betroffenheit war,

je mehr Todesgefahr oder Verletzung direkt erlebt wurde

je enger und intimer die Beziehung zum Täter war,

je länger das traumatische Geschehen andauerte.




***Prinzessin***


Niemehr sehen, aber das Bild nicht aus dem Kopf bekommen.

Niemehr fühlen, aber Berührungen, die sich in die Haut gebrannt haben.

Niemehr riechen, aber schlechter Atem der sich im Kopf festsetzt wie eine Zecke.

Niemehr schmecken, aber fauliger Geschmack der einfach nicht weggehen will.

Niemehr hören, aber die Worte noch heute im Ohr haben "Meine kleine Prinzessin..."

Niemehr denken, aber Erlebnisse die bis in den Traum folgen- den Schlaf rauben.

Gedanken, die begleiten, Schatten die verfolgen




Die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

wiederholtes Erleben des Traumas (Intrusionen) in plötzlich sich aufdrängenden Erinnerungen (Flashbacks, d.h. Rückblenden), Tagträumen oder Alpträumen,


zwischenmenschliche Konflikte als Folge der Vermeidung von Situationen (Autofahrten, Reisen) oder Aktivitäten (sexuelle Kontakte), die an das Trauma erinnern,


gelegentlich akute und dramatische Ausbrüche von Angst, Panik oder Aggression, ausgelöst durch ein plötzliches Erinnern und intensives Wiedererleben des Traumas oder der ursprünglichen Reaktion darauf,


gestörte Wahrnehmung des Täters: übermäßige Beschäftigung mit der Person des Täters (auch Rachegedanken), unrealistische Einschätzung des Täters als allmächtig, Idealisierung, paradoxe Dankbarkeit oder Mitleid mit dem Täter,


übermäßige Schreckhaftigkeit, Panikattacken, "existenzielle Angst", chronische Angstzustände, übermäßige Beschäftigung mit dem Tod,


Furcht vor und Vermeidung von Stichworten, die den Betroffenen an das ursprüngliche Trauma erinnern könnten,


depressive Stimmung, öfters auch Selbstmordgedanken und Selbstbeschädigung,


Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsfähigkeit bis zur Berufsunfähigkeit.


Konzentrationsstörung und Leistungsbeeinträchtigung in Schule oder Beruf,


Entwicklung von Kontrollzwängen zur Angstbewältigung (Kontrolle von Türschlössern und Fenstern aus Angst vor Eindringlingen),


Verlust der Selbstachtung, Selbstvorwürfe, Scham- und Schuldgefühle,


ständige Überwachheit und häufige Schlaflosigkeit (Ein- und Durchschlafstörung),


vegetative Übererregbarkeit mit verschiedenen körperlichen Symptomen (Herzrasen, Schweißausbrüche, Kreislauflabilität, Ohnmachtsanfälle, Zittern, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hyperventilation, Appetitverlust, Essstörung usw.),


soziale Beziehungsstörung: Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umwelt, Entfremdung von den Angehörigen,


emotionale Abgestumpftheit und Instabilität: ständiges Gefühl von Betäubt sein, emotionaler Rückzug, allgemeine Lustlosigkeit als Schutzreaktion vor emotionaler Überforderung, aber auch impulsives Verhalten,





***Gedanken***

Durch Denken versucht man Gedanken zu lenken,

Doch wenn man nicht lenken kann,

Was machen die Gedanken dann?




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